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Geschichtskalendarium |
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1225 - Engelbert, Graf von
Berg, Erzbischof von Köln, Verwalter des Nordwestens des heiligen Römischen
Reichs und Vormund des Reichserben Heinrich wird bei Gevelsberg überfallen und
ermordet.
1245 - Graf Heinrich von Berg kauft vom Grafen Ludwig von Ravensberg das
Gut Barmen.
1324 - Die Grafen von Berg und von der Mark zerstören die Burg
Volmarstein nach zweimonatiger Belagerung. Die Burg Volmarstein war das alte
Zentrum einer Grafschaft aus der Karolingerzeit. Zuletzt befand sie sich in den
Händen des Erzbischofs von Köln.
1345 - Ein Berwin van Hekenkusen begibt sich in die Wachzinsigkeit des
Hildener-St. Jakobs-Altars. Erster urkundlicher Hinweis auf Heckinghausen.
1395 - Herzog Wilhelm 1. von Berg erwirbt von der Tochter des
verstorbenen Grafen Engelbert von der Mark die Herrschaftsrechte über die
Grafschaft Mark, worauf es zum Krieg mit Engelberts Neffen Dietrich von der Mark
kommt, der für die Bergischen unglücklich verläuft.
1466 - In der Beyenburger Amtsrechnung werden vier Heckinghauser Höfe
genannt: Hermann, Peter, Wilhelm und „de Wever“ zu Heckinghausen. Weiterhin
existieren zwei kleine Kotten, der Norrenberg und die Bockmühle. Die kleine
Ortschaft Heckinghausen liegt am Heckinghauser Bach (= Murmelbach) in der Nähe
der Mündung in die Wupper. Auch im Bereich der heutigen Krebsstraße liegt ein
einzelner Hof, der damals noch zum Clev zählte.
1482 - Am 8. Februar wird Peter Heckinghaus Vikar des Marienaltars der
Kirche zu Schwelm.
1502 - Hof Scharpenacken wird in einer Urkunde vom 9. Januar erwähnt.
Eine Bande von Garnschmugglern fliegt auf der Bockmühle auf. 1612 Die Pest wütet
in Barmen mit Unterbrechungen bis 1616. Erneut Pest in Barmen.
1505 - Barmen mit Heckinghausen wird an die Grafen von Waldeck verpfändet
(bis 1593). Etwa um 1505 heiratet Heinrich von Boisselar die Erbtochter des
Hennesken zu Heckinghausen. Heinrich, genannt Heckinckhuys, ist 1519 - 1521 als
Richter in Lüttringhausen und 1526 - 1543 als Richter in Barmen bezeugt. Berühmt
wird er durch die Aufzeichnung des Barmer Weistum, eines der bekanntesten
Hofesrechte Deutschlands.
1514 - Peter Heckinghausen, seit 1482 Vikar, seit 1501 Pfarrer von
Schwelm, stirbt. Aus diesem Jahr stammte auch eine Herdplatte des Bockmühlhofes,
die in späterer Zelt in den Küchenmauem gefunden wurde.
1525 - In einer Hofesliste wird das Gut Henneskens taxiert mit 400 Gulden
für seinen Schwiegersohn Heinrich, sowie insgesamt 310 Gulden für drei weitere
Verwandte. 1555 Der Herzog von Berg lässt die Hofesrechte im ganzen Land
untersuchen u.a. auch das Barmer Weistum.
1526 - Heinrich von Boisselar, genannt Heckinghausen, wird Hofesrichter
in Barmen. Aus dem gleichen Jahr ist eine Urkunde erhalten, die Heinrichs Siegel
trägt. Als Zeichen führte Heinrich im Rund des Siegels eine „Heckentür“ aus
sieben senkrechten Latten, einer mittleren horizontalen und einer diagonalen
Latte.
1533 - Auf Veranlassung des auf dem Bockmühlhof ansässigen Barmer
Richters Heinrich von Boisselar wird das Barmer Hofesrecht, das „Barmer Weistum"
aufgezeichnet.
1553 - Unter den Zeugen zu einer Pachturkunde in Schwelm ist auch der
Vikar Stephan Heckinghaus, vermutlich ein Sohn Heinrich von Boisselars.
1564 - In einer Urkunde vom 8. März werden die Brüder “Frantz zur
Boccmoeien" und „Peter zur Bockmoelen” genannt. Sie waren Söhne des Barmer
Hofesrichters Heinrich von Boisselar genannt Heckinghaus und hatten von ihrem
Vater den Bockmühlhof geerbt.
1576 - In einer Schwelmer Urkunde wird der aus Heckinghausen stammende
Vikar Stephanus Heckinghauß erwähnt.
1593 - Bei einer Untersuchung über die Niederschrift des „Barmer Weistums"
wird als Zeuge auch der 80-jahrige Johann Graff zu Heckinghausen genannt.
1594 - 14 Tage nach Ostern war derart viel Schnee gefallen, daß die
Bleicher ihr ausgelegtes Garn mit Schaufeln unter dem Schnee wiedersuchen
mussten.
1596 - Die reichen Kaufleute finden die Märkte von Holland und Brabant so
mit Garn übersättigt, daß sie mit Zustimmung der Garnmeister und der Richter von
Barmen und Elberfeld durch eine neue Garnordnung die Überproduktion von Garn zu
drosseln versuchen. Hiergegen protestieren mit einer Eingabe vom 2. März 1596
die kleineren „Hausleute, Bleicher, Zwirner und Lintwirker“, unter ihnen auch
die Heckinghauser Hans zur Bockmühlen, Johann Huster zu Heckinghausen, Heinrich
Mennecken zu Heckinghausen, Hans Schwarz, sein Sohn Peter Schwarz und Peter
Heckinghausen.
1604 - Gemeindevorsteher Johann Husser zu Heckinghausen erhält
ausweislich seiner Rechnungen Geld von „Peteren ahn der Plückersburg".
1605 - Die Amtszeit des Barmer Gemeindevorsteher Johann Husser zu
Heckinghausen endet.
1606 - Wupperhochwasser. Ein Abgesandter des Landesherrn zieht mit
vielen Bewaffneten die Wupper entlang nach Beyenburg.
1614 - Teilung der Jülich-Cleveschen Lande. Brandenburg-Preußen bekommt
Cieve, Ravensberg und die Mark, Pfalz-Neuburg Jülich und Berg. Heckinghausen
kommt damit in seine alte Grenzlage zwischen Rheinland und Westfalen zurück.
Ausbruch des Dreissigjährigen Krieges.
1622 - Das Indexverzeichnis über die Morgenzahl der Höfe im Hofgericht
von Barmen nennt für die Heckinghauser Rotte 20 Höfe und 2 kleinere Güter. 3
weitere Höfe auf der Bockmühle gehören zur Wülfinger Rotte. Am 22. September
fällt ein 2000 Mann starkes Korps des kaiserlichen Generals Johann de Wert in
Barmen ein und verheert es durch Raub und Plünderung.
1624 - Die mit Pfalz-Neuburg verbündeten Spanier ziehen sich aus der Mark
zurück, wo nun Brandenburgische Truppen einrücken. Aufgrund der Bedrohung durch
diese Soldateska und anderen Plünderem wird neben der Gemarker Schule eine
kleine Schanze angelegt.
1625 - Die Buschknebler, eine Räuberbande, zerstören die erste Barmer
Schule. Im März gibt es grosse Überschwemmungen durch Wupperhochwasser, Ende Mai
verdirbt Schneefall den Roggen.
1634 - Schwedische Truppen unter General Baudissin plündern Barmen und
beziehen hier Winterquartiere. Zur besseren Verteilung der Einquartierungslasten
teilt der Barmer Hofesrichter Caspar Essgen Barmen in Rotten ein. Mit der „Heckinghauser
Rotte' erhält zum erstenmal ein Gebiet die Bezeichnung Heckinghausen, dass in
der räumlichen Ausdehnung schon sehr dem heutigen Stadtteil gleicht. Die Pest
bricht aus und dauert bis 1637.
1643 - In einer Steuerliste wird die Heckinghauser Rotte als „Jürgen
Müllinghausen Rotte" bezeichnet. Wahrscheinlich war Jürgen Müllinghaus der
Heckinghausen vorstehende Rottmeister.
1655 - Eine Steuerliste der Heckinghauser Rotte erwähnt 31
Steuerschuldner für Grund- und Gewerbesteuer. 4 weitere Steuerpflichtige leben
auf der Bockmühle. Erste Bestrebungen zur Gründung einer reformierten Gemeinde
im Barmer Osten unter lebhafter Beteiligung von Heckinghausern.
1666 - Anläßlich der Pastorenwahl in der im Vorjahr gegründeten
reformierten Gemeinde kommt es zu einem heftigen Streit zwischen den Schwelmern
auf der einen und Oberbarmern und Heckinghausern auf der anderen Seite.
1673 - Franzoseneinfall im Bergischen. Im gleichen Jahr stirbt Caspar
Bredt aus Heckinghausen, womit die von ihm angeführten Bestrebungen zur Bildung
einer reformierten Kirchengemeinde in Oberbarmen vorerst unterbrochen werden.
1694 - Der Barmer Hofesrichter von Seybolstorf bestätigt in einer Urkunde
vom 6. September, dass „Caspar Rittershaus Reinhards Sohn wegen vormahls Petern
Hüsers zustendig gewesenen Haus, Hof und Garten sambt den zugehörig zweyen
Kämper belehnung" erteilt wird. Caspar war der Neffe des Peter Hüser (andere
Schreibweisen Hustert, Husser, Hausert oder Heuser). Bei dem Hustert-Gut handelt
es sich um einen der vier Heckinghauser Stammhöfe von 1466.
1702 - Am 22. September werden die Nutzungsrechte am Gemarkenwald
aufgeteilt. 7 Heckinghauser Höfe sind beteiligt.
1705 - Über die 1702 verfügte Aufteilung des Gemarkenwaldes auf die
einzelnen Höfe wird ein Teilungsprotokoll aufgestellt. Auf die Heckinghauser
Höfe entfallen insgesamt 5 1/4 Anteile.
1715 - Der Mathematiker, Geograph und Architekt Erich Philipp Ploennies
fertigt eine Landbeschreibung des Herzogtums Berg. Auf den Karten sind auch
Heckinghausen und die Höfe Am Brögel, Vogelshaus, Bockmühle, Norrenberg,
Plückersburg, Hammesberg, Konradswüste, Scharpenacker sowie die Rosenau und zwei
Höfe Clef und Am Ufer zu erkennen.
1723 - Am Heckinghauser Brögel wird eine neue Holzbrücke über die Wupper
errichtet. Sie kann im Gegensatz zu ihren Vorgängerinnen auch Wagen und
Fuhrwerke tragen. 1757 wird sie durch Eisgang zerstört. Heute steht dort die
Alte Heckinghauser Brücke.
1724 - Caspar Beckmann, Besitzer eines der Bockmühlhöfe, stirbt. Sein
Sohn Caspar Beckmann II führt in der Familienchronik nicht nur familiäre
Ereignisse sondern alle Geschehnisse von Wichtigkeit auf. Dadurch wird die
Beckmannsche Chronik zu einer wichtigen heimatgeschichtlichen Quelle.
1725 - Engel und Gördt Rittershaus erbauen ein neues Haus an der unteren
Gosenburg.
1732 - Die erste Heckinghauser Schule wird fertiggestellt, jedoch
verbietet Amtsrichter Alhaus die Eröffnung.
1734 - Nach einer amtlichen Untersuchung wird den Heckinghausem
bestätigt, dass sie aufgrund alter Gewohnheit berechtigt sind, eine Schule zu
haben. Bisher hatte der Barmer Hofesrichter die Nutzung des 1732 errichteten
Gebäudes untersagt. Im Oktober zieht ein Regiment kaiserlicher Infanterie durch
Barmen.
1735 - Der Sitz des landesherrschaftlichen Amtsrichters wird von
Beyenburg nach Barmen verlegt. Im Zuge des polnischen Erbfolgekrieges
drangsalieren Preussische Dragoner und Soldatenwerber ganz Barmen und
Heckinghausen.
1736 - Im Zuge des polnischen Erbfolgekrieges liegt dänische Kavallerie
in Barmen und Heckinghausen.
1742 - Die Heckinghauser opponieren gegen einen Kirchenneubau in
Wichlinghausen. Als der Prediger Wülfing den Neubau bei einer Versammlung in der
Heckinghauser Schule verteidigt, setzen ihm Peter Engelbert Hünninghausen,
Reinhard Rittershaus, Reinhard Krebs und Caspar Beckmann „mit ziemlicher Härte"
zu.
1743 - Im österreichischen Erbfolgekrieg beziehen kaiserliche Kürassiere
Winterquartiere in Heckinghausen. Der Besitzer des Hofes Norrenberg beklagt sich
bei der Obrigkeit über die Ärmlichkeit und Unfruchtbarkeit seiner Ländereien und
die deshalb nach seiner Meinung zu hohen Steuern.
1744 - Die Wupper war gemäss der Beckmannschen Chronik am 3. März
“grausam groß” und tat „mehr Schaden ..., als bei Menschengedenken nicht
geschehen." Bis zum 11. April liegen kaiserliche Kürassiere in ganz Barmen im
Winterquartier.
1745 - Barmen und Heckinghausen müssen Kontributionen für ungarische
Truppen leisten. Eine Barmer Abordnung, zu der auch Caspar Beckmann von der
Bockmühle gehört, verhandelt darüber in Köln.
1746 - Im Streit um die Errichtung einer eigenen lutherischen Gemeinde
unabhängig von Wichlinghausen geraten die „Wupperströmer“, die Höfe an der
Wupper, unter Führung der Heckinghauser sowohl in Streit mit dem eigenen
Landesherrn, dem Kurfürsten von der Pfalz, als auch mit Friedrich dem Großen als
Herrn der Mark. Der Alte Fritz weißt die Wupperströmer am 17. August an, ihn
„mit ihren unbegründeten Gesuchen inskünftige zu verschonen“.
Im gleichen Jahr wird die zweite Barmer Volkszählung abgeschlossen. In der
Heckinghauser Rotte (ohne Bockmühle) leben 363 Personen, davon 63 männliche
Haushaltsvorstände, 63 Ehefrauen, Schwestern und Witwen, 87 Kinder über 10
Jahre, 85 Kinder unter 10, 29 Knechte und 33 Mägde.
Der österreichische Erbfolgekrieg bringt den Heckinghausern eine Einquartierung
der Panduren vom berühmt-berüchtigten Trenckschen Corps.
Auf dem damals zu Ronsdorf gehörenden Hammesberg stehen 4 Häuser, auf der
Konradswüste 3 und auf dem Scharpenacken weitere 4.
1752 - Caspar Beckmann II errichtet einen neuen Teil des Bockmühlhofes.
An der Heckinghauser Brücke (Vorgängerbau), am Steg zum Wülfing und an der Furt
zur Oehde befinden sich gebührenpflichtige Wupperübergänge.
1753 - Fast die ganze zweite Dezemberhälfte bringt Wupperhochwasser.
1755 - Von Neujahr bis Anfang April herrscht so grosse Kälte, dass man
mit Pferd und Wagen auf der zugefrorenen Wupper fahren kann. Bis Ende Juni ist
es dann sehr warm und sonnig, bis ein verregneter Sommer das Getreide verdirbt.
Am 27.12. erschreckt ein Erdbeben die Heckinghauser.
1756 - Am 18. Februar ist morgens gegen 8.00 Uhr ein Erdbeben im
Rheinland bis nach Heckinghausen spürbar.
1762 - Caspar Beckmann II vom Bockmühlhof stirbt. Der Winter 1762/63 ist
sehr kalt. Auf dem Eis der Wupper kann man mit starken Karren fahren. Das ganze
Jahr über liegen französische Soldaten in Heckinghausen. Die letzten ziehen erst
am 8. Dezember ab. Am 7. Mai zieht eine Streifschar Hannoverscher Truppen durch
Heckinghausen.
1763 - Bis Mitte Februar herrscht so starker Frost, dass man auf dem Eis
der Wupper mit schweren Karren fahren kann. Am 21. Februar trifft von Schwelm
her die Nachricht vom Frieden von Hubertusburg ein, womit der siebenjährige
Krieg endet, der auch für Heckinghausen schwere Lasten durch
Truppeneinquartierungen brachte.
1764 - Lehrer Lemmer tritt sein Amt an der Heckinghauser Schule an. Die
bisher sehr unsichere Lehrerbesoldung wird neu geregelt. Lemmer erhält „40
Reichstaler in gangbarem Gelde" als Jahresgehalt.
Mit Urkunde vom 12. Februar 1764 erwarben Engelbert Döpper, Johann Caspar
Egeldieck, Johann Engelbert Eickelskamp, Johann Peter Eickelskamp, Witwe Johann
Wülfing sowie die Erben von Peter Egeldieck die Konzession, 2 Stiegden (Stege)
im Heckinghauser Bach für Bleichzwecke zu nutzen. Pro Steg war im Februar
jeweils ein Goldgulden an den Landesherrn zu zahlen, solange die Konzession
nicht zurückgegeben wurde.
1772 - Rindviehseuche in Barmen. Der Kriegs- und Domänenrat Liebrecht
untersucht die Pläne zum Neubau der Heckinghauser Brücke.
1782 - Engelbert Dantzberg von der Gosenburg und Diederich Wuestermann
sowie Hendrich Deisemann, beide von der Plückersburg, schließen einen Vertrag
über die Nutzung einer Quelle im Besitz von Dantzberg.
1775 - Die Konzession zum Bau der alten Heckinghauser Brücke wird
bestätigt. Eine Barmer Bürgerversammlung beschliesst den Brückenbau und
überträgt ihn einem Heckinghauser Konsortium.
1783 - Die Bewohner Heckinghausens und der Bockmühle kaufen von Johann
Scharpenacker ein Grundstück für den Bau eines Feuerwehrspritzenhauses. Dies
ist der erste Hinweis auf eine Feuerwehr in Heckinghausen.
1796 - In der Nacht vom 5./6. September 1796 überquert eine französische
Armee den Rhein. Das österreichische Korps des Grafen Erbach zieht sich über
Elberfeld und Barmen zurück und erreichte einen Tag später Schwelm. Für diesen
Fall haben Preußen und Franzosen bereits vertraglich vorgesorgt und eine
Demarkationslinie quer durch Barmen vereinbart. Preußische Feldjäger unter
Oberleutnant von Stamer rücken am 9. September schleunigst bis zu dieser Linie
in Barmen ein und besetzen die Heckinghauser, Gemarker und Dörner Brücke sowie
die Wege nach der Schönebeck. Einige Tage später kommen die Franzosen und
stellen ihre Posten neben den preußischen auf. Bald wimmeln nach einem
Augenzeugenbericht nicht nur die Wupperbrücken in den Dörnen und auf der Gemarke,
sondern auch die Heckinghauser Brücke von preußischen und französischen
Soldaten.
1803 - Streit um die Neubesetzung der Heckinghauser Schullehrerstelle.
Die Heckinghauser setzen sich gegen das Konsistorium der Wupperfelder
Kirchengemeinde durch und wählen Jakob Weber zum Lehrer.
1804 - Alle Häuser in Barmen erhalten Hausnummern. An der Hecknghauser
Schule tritt Lehrer Jakob Weber seinen Dienst an.
1806 - Napoleons Schwager Joachim Murat wird Herrscher des neu
geschaffenen Großherzogtums Berg. Barmen wird aus seiner jahrhundertealten
Verbindung mit Beyenburg herausgelöst und mit Elberfeld in einem Kreis
zusammengefaßt.
1813 - Die französische Besatzungsmacht lässt zahlreiche Steuerlisten
erstellen. Dabei wird in Heckinghausen erstmals ein Mediziner genannt, der
Wundarzt Gottfried Rocholl. Er bewohnte das Haus Nr. 576, das etwa der heutigen
Heckinghauser Straße 145 entspricht. Im November dieses Jahres ziehen die
Franzosen ab.
1814 - In der Grundsteuerrolle von 1814 wurde die Bebauung genau erfasst.
Danach standen in der Heckinghauser Rotte 71 Wohnhäuser, 7 Fabriken mit
insgesamt 11 Fabrikgebäuden einschliesslich Nebengebäuden sowie 31 Ställe,
Scheunen und Schuppen.
1815 - Eine Inventarliste meldet als Ausrüstung der Heckinghauser
Feuerwehr 1 Brandspritze, 1 Leiter, 16 Eimer, 2 Hacken sowie Hacke und Beil.
1816 - Auf den bedeutenderen Ortschaften, Weilern und Höfen
Heckinghausens leben: in Heckinghausen 607 Personen, auf der Bockmühle 70, auf
der Gosenburg 93, im Busche 77, in der Hecken 10 und auf der Polsburg 14.
Erstmalig seit der Reformation gibt es in Heckinghausen wieder 27 Katholiken.
Das Heckinghauser Schulgebäude ist zu klein und „von schlechter Beschaffenheit“.
1823 - Der Fabrikant Overempt richtet im Rauental in seiner Fabrik eine
Schule für die dort arbeitenden Kinder ein, die auch viele Heckinghauser Kinder
besuchen.
1832 - Auf der Polsburg (heute nicht mehr gebräuchliche Ortsbezeichnung
etwa im von Werle-, Meyer- und Krautstraße umgrenzten Bereich) stehen 2 Häuser
mit 20 Bewohnern. Die von Friedrich Beckmann und Friedrich Rittershaus privat
gebaute Chaussee von Barmen nach Lennep wird f ertig. Auf der Konradswüste und
dem Hammesberg existieren 7 Wohnplätze.
1834 - Die seit 200 Jahren bestehende Einteilung Barmens in Rotten wird
aufgehoben und durch die Sektionseinteilung (bis 1861) abgelöst. Hecknghausen
gehört als Sektion D zum Landbezirk, ist also noch eher ländlich als städtisch
geprägt.
1835 - Heckinghausen wird als Ort beschrieben, der sich „durch seine
stark betriebenen Bleichereien und seine freundliche Lage auszeichnet."
1842 - Die Wupperbrücke Schillerstraße (heute Brändströmstraße) wird
fertiggestellt. Danach kann auch der Friedhof an der Heckinghauserstraße
eingeweiht werden.
1845 - Auf seinerzeit noch zu Heckinghausen gehörendem Gebiet beginnt der
Bau des Bahnhofs Barmen-Rittershausen der
Bergisch-Märkischen-Eisenbahngesellschaft.
1846/47 - herrscht große Teuerung und allgemeine Wirtschaftsstockung im
Bergischen Land. Die Stadt Barmen muß sogar Brotmarken prägen, die die Reichen
kaufen konnten, um sie an Arme zu verschenken.
1853 - Der Heckinghauser Lehrer Friedrich Weber (Sohn des oben genannten
Jakob Weber) klagt bei der Kirchengemeinde, dass sie das Schulgeld für die
Armenkinder nicht bezahle. Er ist sogar bereit, 20% des Armen-Schulgeldes
nachzulassen, um überhaupt seinen Lohn zu bekommen!
1863 - Am 1. August gründen Friedrich Bayer und Johann Friedrich Weskott
in Heckinghausen die Firma Friedrich Bayer & Co., den heutigen Weltkonzern Bayer
AG.
1864 - Gründung des Barmer Verschönerungsvereins, der damals auch in
Heckinghausen sehr aktiv war.
1866 - Die Cholera wütet in Barmen und ab September besonders in
Heckinghausen.
1872 - Am 19. September wird die Heckinghauser Johanniskirche eingeweiht.
1873 - Namensgebung für die Heckinghauser Straßen Lenneperstraße,
Schnurstraße, Spiekerstraße und Zollstraße (heute Widukindstraße)
1875 - In der Werlestr. entstehen eine neue Polizeiwache sowie eine
kleine katholische Schule. Carl Kemna beginnt in der Krautstr. mit der
Herstellung von Kartonagen. 1885 Ab diesem Jahr wird das Baugebiet an der
Werléstr. erschlossen. Die Rübenstr. entsteht.
1876 - August Bünger verlegt sein Geschäft für Barmer Artikel von Essen
nach Heckinghausen, woraus später die Firma Pamax entsteht, deren Gebäude sich
heute noch stadtbildprägend im Bereich der Krebsstraße erhebt.
1883 - Das Barmer Wasserleitungssystem zur Versorgung der Bevölkerung mit
fließendem Wasser wird in Betrieb genommen. Am 1. Juli gründet Peter Kikuth in
der Mohrenstraße eine Kaffeerösterei.
1886 - Am 2. August wird in der Werléstraße 26 das Original Peter Held,
besser bekannt als „Husch-Husch“, geboren.
1892 - Friedhof Norrenberg eingeweiht. Vertreter des Bezirksvereins
Heckinghausen protestieren in Berlin beim preußischen Handelsminister v.
Berlepsch vergeblich gegen die Erweiterung der Gasanstalt an der Mohrenstraße.
Am 16. Mai wird der Heimatdichter Gottfried Walter Dicke (Waldemar van Wichelkus)
in der Ackerstraße geboren.
1893 - Der Bleicher und Färber Emil Homberg lässt die Straße Gosenburg
ordentlich ausbauen und mit der Linienstraße verbinden. Zugleich ließ er den
Murmelbach ab Einmündung Linienstraße verrohren.
1894 - Fertigstellung des Krautsaales als Kirchsaal der Reformierten. Am
1. September wird mit der Linie Bockmühle - Clef in Heckinghausen die erste
elektrische Straßenbahn im Wuppertal eingeweiht. Kurz vorher war im benachbarten
Heidt die Barmer Bergbahn in Betrieb gegangen. Am 10. Juli wird in Heckinghausen
Berhard Letterhaus, eine führende Persönlichkeit der christlichen
Arbeiterbewegung, geboren (hingerichtet 1944).
1895 - Die Schule Meyerstr. wird fertiggestellt. Mit 16 Klassen erreicht
sie eine damals für Barmen unübliche Grösse.
1898 - Im Mai wird auf dem Deisemannskopf neben dem Musiktempel ein
Ausschank von Bier und anderen Getränken eröffnet. Die Firma „Courier"
Radfahrwerke aus Rittershausen errichtet im März/April in der Gosenburg eine
Radfahrschule. Im Juni scheidet der bekannte Barmer Oberbürgermeister Wegner,
nach dem die Wegnerstraße benannt ist, aus Gesundheitsgründen aus seinem Amt. Er
stirbt schon am 8. Juli und wird unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf
dem Norrenberger Friedhof beigesetzt.
Der Rittershauser Bahnhof wird erheblich vergrößert, wozu die Bahnverwaltung
umfangreiches Gelände an der Zollstraße (= Widukindstraße) erwirbt. Zu Aufregung
führen Pläne, den Bahnhof unter Enteignung der betroffenen Grundeigentümer noch
über die Zollstraße hinaus auszudehnen. Die Pfeilstraße soll zu diesem Zweck in
Zollstraße umbenannt und bis zur Krebsstraße durchgezogen werden. Ziel ist die
Verlegung des Bahnbetriebswerks mit Drehscheibe und Lokschuppen an die
Heckinghauser Seite des Bahnhofs. Diese Pläne werden jedoch später aufgegeben.
Im November bewilligt der Stadtrat von Barmen 1000 Mark für die Instandsetzung
der Spiekerstraße. An der Spiekerstraße ist auch die Feuerwehr stationiert,
genauer gesagt der Löschzug 4 der Abteilung III (Oberbarmen). Weiterhin
beschließt der Rat den Ankauf eines Schulgrundstockes. Darauf soll die Schule
Kleestraße entstehen, die 1901 fertiggestellt wird.
Die Hoffnung, daß die Straßenbahn noch 1898 durch die Bockmühle und wieder
zurück durch Lenneper Straße und Kleine Straße verlängert werde, erfüllt sich
nicht. Zwar verkündet die Barmer Zeitung im September bereits voreilig den
Baubeginn für den 10. Oktober. Tatsächlich müssen die Heckinghauser aber noch
vier Jahre warten. Diese Strecke geht erst am 24.12.1902 in Dienst.
Anlaß zu Klage für Schwelmer, Langerfelder und Barmer gibt das
Straßenbahnfahrverhalten der Heckinghauser. Zwei Linien führen durch unseren
Stadtteil, eine vom Barmer Bahnhof nach Heckinghausen und eine von Barmen über
Heckinghausen und Langerfeld nach Schwelm. Nach abendlichen Theaterbesuchen ist
die Schwelmer Linie oft derart mit Heckinghausern besetzt, daß Langerfelder und
Schwelmer nicht nach Hause zu kommen wissen. Damit werden nicht nur die
Langerfelder und Schwelmer geschädigt, sondern auch die Stadt Barmen. Der Bahn
Barmen-Schwelm entgehen so die drei- bis vierfach höheren Fahrpreise nach
Langerfeld und Schwelm, die sich die Städte Barmen und Schwelm über ihre
gemeinschaftliche Gesellschaft teilen. Zugleich fehlen die Einnahmen von den
Heckinghausern bei der Barmer Straßenbahn AG, deren Gewinne allein der Stadt
Barmen zustehen und nicht mit Schwelm geteilt werden müssen. Ob der Appell der
Barmer Zeitung vom 2. Dezember 1898 an den Lokalpatriotismus der Heckinghauser
aber etwas nützt, ist nicht überliefert.
1902 - Die Straßenbahnschleife über Bockmühle, Lenneperstraße Kleine
Straße geht in Betrieb.
I903 - Schwebebahnstationen Rittershausen (Oberbarmen) und Wupperfeld
eröffnet.
1904 - Der Heckinghauser Bescherungsverein, der sich der Wohltätigkeit
gegenüber den Armen verschrieben hatte, wird gegründet. In den 20er Jahren
änderte er seinen Namen in Alt-Heckinghauser Bescherungsverein. Als Vereinszweck
wurde angegeben, „Alte, Kranke und verschämte Arme zu bescheren".
1905 - Die Statistik meldet für Heckinghausen auf 240 Hektar 19 503
Einwohner, davon 9313 männlich und 10 190 weiblich. 877 Wohnhäuser und 36 andere
Gebäude beherbergen 4516 Haushalte. Die Baugenehmigung für das Stadtbad Auf der
Bleiche wird erteilt.
1906 - Baubeginn des Stadtbades Remscheider Straße, später Stadtbad auf
der Bleiche.
1908 - Pünktlich zur Hundertjahrfeier der Stadt Barmen wird das Stadtbad
Auf der Bleiche fertiggestellt und am 14. Juni eröffnet. Die Geschichte des
Bades wurde schon verschiedentlich dargestellt. Neu bezogen wird auch die
Feuerwache in der Werlestraße 23.
1912 - Das heute noch bestehende gewaltige Fabrikgebäude der Fa. Robert
Zinn, Engels & Co in der Bockmühle wird fertiggestellt. Die Johanniskirche
erhält neue Glocken, nachdem die Vorgänger im ersten Weltkrieg zu
Rüstungszwecken eingeschmolzen worden waren.
1913 - Ein großer Fackelzug zum 25-jährigen Vereinsjubiläum des
Oberbarmer Turnerbunds (OTB) bringt ganz Heckinghausen auf die Beine.
1914 - Ausbruch des ersten Weltkriegs. Schule Kleestrasse wird Lazarett.
1915 - Die letzten Fabriken der Bayer-Werke in Heckinghausen werden
stillgelegt. Im März beginnt kriegsbedingt die Ausgabe von Brotkarten.
1918 - Der erste Weltkrieg endet. Er brachte auch für Heckinghausen
Veränderungen. Die Schule Kleestraße wurde Lazarett. Die Glocken der
Johanniskirche wurden für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen.
In der Bärenstraße (Mommsenstraße) wird nach Verselbständigung der katholischen
Gemeinde am 3. November die Notkirche St. Elisabeth im sogenannten „Bärensaal"
eingeweiht. Hier befand sich auch ein kleines Kloster der Barmherzigen
Schwestern.
1924 - Aufgrund der Verbitterung über die vorangegangene Inflationszeit
und die f ranzösische Rheinlandbesetzung werden im “roten" Heckinghausen bei
beiden Reichstagswahlen am 4. Mai und 7. Dezember die Deutschnationalen mit 30,2
und 31,5 % ausnahmsweise stärkste Partei. Die bisher dominierende USPD
(unabhängige Sozialdemokraten) verschwindet und wird von SPD (12,6 und 23,4 %)
und KPD (26,3 und 20,8 %) abgelöst. Weitere Ergebnisse: Zentrum 9,4 und 10,4 %,
Deut-sche Bauempartei 11,4 und 8,3 %, Deutsche Demokratische Partei 3,3 und 3,1
%.
1925 - Die Erben der Hofesfamilie Beckmann übergeben die Alte
Heckinghauser Brücke der Stadt Barmen. Die Einebnung des hügeligen Geländes am
Clefer Tal zur Herstellung des Sportplatzes Widukindstr. in Eigenarbeit
Heckinghauser Vereine beginnt. An der Mohrenstr. entsteht ein Milchhof. Der im
1. Weltkrieg eingestellte Bezirksverein Heckinghausen wird wiedergegründet.
1926 - Der Eisenbahner-Sport-Verein-Ost wird gegründet. Zugleich entsteht
in Eigenarbeit der Sportplatz Widukindstraße. Seine Einweihung erfolgt am 26.
August bei strömendem Regen mit einem Spiel gegen den BV Altenessen.
1928 - Heckinghausen bekommt endlich ein eigenes Postamt. Hierfür hatte
der Bezirksverein über zwei Jahrzehnte gekämpft. Es lag an der Ecke
Heckinghauserstraße/Müllerstraße. In der Johanniskirche gibt am 17. November der
berühmte Urwaldarzt, Theologe, Philosoph und Bach-Forscher Albert Schweitzer ein
Orgelkonzert.
1932 - Am 25. Mai stürmt eine Menschenmenge das Heckinghauser
Wohlfahrtsamt in der Werlestraße. Am 27. Mai kommt es in der Ziegelstraße zu
einer Schlacht zwischen Kommunisten und der Polizei mit Schußwechsel und dem Tod
eines Unbeteiligten.
1933 - Das imposante Fabrikgebäude der Bandwirkerei Kromberg & Freyberger
in der Gosenburg wird an die Kaffeerösterei Kikuth verkauft.
1934 - Im August wird ein
Heckinghauser Kutscher von den Nazis inhaftiert, nur weil er gesagt hatte: “Was
auf den Wahlplakaten steht, ist doch alles Quatsch." Im Dezember kommt es zu
einer regelrechten Verhaftungswelle, bei der in Heckinghausen auch die
Kommunisten Willi Spicher, Karl Bender und zwei seiner Brüder festgenommen
werden. Die “Deutschen Christen" erzwingen am 16. Oktober eine Versammlung im
Heckinghauser Kirchsaal der Reformierten. Die schon im März verfügte Auflösung
des Presbyteriums bleibt aufgrund des Widerstandes der Gemeinde wirkungslos.
Der In der Hebbelstraße wohnende städtische Beigeordnete Dr. Bragard wird
endgültig entlassen, da er keinerlei Gewähr für eine harmonische Zusammenarbeit
zwischen der Stadtverwaltung und der NSDAP verbürgt.”
1935 - Als Nachwehen der Städtevereinigung von 1929 werden zahlreiche
Strassen umbenannt, so in Heckinghausen z.B. die Brändström-, Eifel-, Erwin-,
Ganghofer-, Gunther-, Hildebrand-, Hunsrück-, Mommsen-, Ranke-, Rosegger-,
Thoma-, Widukindstr. und der Grillparzerweg. Die Firma Hölkenseide GmbH, die auf
dem Gelände der ehemaligen Bayer-Fabrik an der Wupper ansässig ist, geht in
Liquidation. Planung und Genehmigungsverfahren der Siedlung Konradswüste
beginnen.
1936 - Gründung der Siedlergemeinschaft Konradswüste und Baubeginn der
Siedlung.
1938 - Aus Anlaß der „Nationalsozialistischen Erhebung in Österreich"
(der Anschluß) marschiert am 12. März die Kapelle der Feuerlöschpolizei, wie die
Feuerwehr damals heißt, durch Barmen. Der Weg führt vom Alten Markt zum Bahnhof
und von da weiter die Heckinghauser Straße entlang bis mitten in unseren
Stadtteil. Von Heckinghausen aus geht es über Rittershausen, Wupperfeld und den
Werth zurück zur Wache.
1942 - Bombenangriffe zerstören am 16. September das große Holzlager der
Fa. Klein & Jonas, das 2 Tage lang brennt. Insgesamt gibt es in Heckinghausen 11
Tote und 8 zerstörte Häuser.
1943 - „Barmer
Angriff": In der Nacht vom 29. zum 30. Mai sinken beim großen Bombenangriff auf
Barmen auch große Teile Heckinghausens in Schutt und Asche. Zerstört werden u.a.
die Gasanstalt an der Mohrenstraße, das Wohnhaus von Friedrich Bayer, die
Johanniskirche, das Kloster in der Barenstraße (heute Mommsenstraße) mit
Bärensaal, die Schulen Meyerstraße, Kleestraße und Ziegelstraße sowie das erste
Heckinghauser Schulgebäude von 1732.
1944 - Bernhard Letterhaus wird in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
1945 - Bei einem Bombenangriff am 13. März wird Heckinghausen erneut
schwer getroffen. Am 16. April ziehen Einheiten der 97. US-Infanteriedivision in
Heckinghausen ein, bald darauf die 94. Division. Ende April kommt es bei der
Plünderung von Kikuths-Kaffeefabrik in der Gosenburg zu Schiessereien zwischen
russischen Zwangsarbeitern und amerikanischen Militärpolizisten. Ab Juni beginnt
die Abholzung der Heckinghauser Wälder zur Brennholzgewinnung. Im gleichen Monat
lösen englische Truppen die Amerikaner ab. Zugleich wird für die Schüler der
oberen Klassen der Volks- und Mittelschulen der „Kartoffelkäfersuchdienst"
eingerichtet. Bis September ist die Wasserversorgung wiederhergestellt.
1948 - Da die Bürger- und Bezirksvereine noch von der Besatzungsmacht
verboten sind, gründen 8 Heckinghauser Geschäftsleute als „getarnten
Bezirksverein" die „Arbeitsgemeinschaft Handel, Handwerk und Gewerbe e.V.", kurz
„AGH" genannt. Erster Vorsitzender wird Eberhard Nasemann sen. Aus dem Kreis der
„AGH" wird 1951 der Bezirksverein Heckinghausen e.V. wiedergegründet. 1956 geht
die „AGH" im Bezirksverein auf.
1952 - Am 20. Februar wird der Heckinghauser Gaskessel erstmals befüllt.
1953 - Die Ruine der Johanniskirche wird abgerissen.
1956 - Der aus Heckinghausen stammende Mundartdichter Karl Hugo Schnaudt
stirbt und wird im Februar auf dem Friedhof Norrenberg beigesetzt. Der
heckinghauser Milchhof wird geschlossen und nach Clausen verlegt.
1958 - Das erste Heckinghauser Jahrbuch erscheint, damals noch unter dem
Titel „Heckinghausen bietet mehr".
1962 - Die Turnhalle der Schule Hammesberg wird fertig gestellt.
1963 - Fertigstellung der Fußgängerbrücke an der Waldeckstraße über die
Eisenbahn nach Oberbarmen.
1965 - Die Waldeckstr. wird fertiggestellt.
1972 - Der Fernsehumsetzer beim Jungsiedlerheim auf der Konradswüste wird
errichtet.
1973 - Einweihung des Spielplatzhauses an der Heckinghauser Straße.
1975 - Die Alte Heckinghauser Brücke wird endgültig für den Autoverkehr
gesperrt. Erstes Brückenfest, aus dem sich später das Bleicherfest entwickelt.
Konradswüste und Hammesberg kommen offiziell von Ronsdorf zu Heckinghausen.
1984 - Die Teilung der Protestanten Heckinghausens in Reformierte und
Lutheraner endet. Beide Gemeinden vereinigen sich zur "Vereinigten Evangelischen
Kirchengemeinde Heckinghausens". In der Mohrenstrasse veranstaltet die
Heckinghauser Werbegemeinschaft zum ersten Mal den Heckinghauser
Weihnachtsmarkt.
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von Gerhard Dabringhausen
Quellen:
Jahrbuch: 98/99, Seiten: 83,85
Jahrbuch: 02/03, Seiten: 88,89
Jahrbuch: 03/04, Seiten: 87, 89
Jahrbuch: 04/05, Seiten: 89,91
Jahrbuch: 05/06, Seiten: 72,75,79,123
Jahrbuch: 06/07, Seiten: 73,74,75 |
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