Bleicherfest

Das Bleicherfest hat seine Geburtsstunde im Jahre 1975. Zum Anlass des 200. Geburtstags der alten Zollbrücke veranstaltete der Bezirksverein unter Leitung von Heinz Kurzhals dort ein Brückenfest. Zum 200. Geburtstag wurde die Brücke auch endgültig für den Autoverkehr gesperrt. Zu Anfang Bestand das Brückenfest nur aus wenigen Ständen, welche über die Lenneper Straße und Heckinghauser Straße um die alte Zollbrücke verteilt waren. Die Anzahl der Stände steigerte sich bis 1980 rasant. Sehr schnell sprach sich herum, dass es in Heckinghausen ein vernünftiges Fest geben würde, was den Bezirksverein als Veranstalter dazu veranlasste, das Festgebiet zu vergrößern zu müssen. Immer ein treuer Begleiter sind die Heckinghauser Vereine, welche mit Ihrer Hilfe das Fest erst ermöglichten und bereicherten.
 
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Das Bleicherfest bildet spätestens seit Anfang der 1980er Jahre einen festen Platz in manchem Veranstaltungskalender und das nicht nur wegen dem Trödeln. Aufgrund der noch nicht so strengen Sicherheitsvorschriften konnte dem Besucher eine atemberaubende Show geboten werden. Dies war mal ein Hochseilakteur, welcher in schwindelnder Höhe über die Menge balancierte, ein anderes Mal ließen Stuntman Autos durch die Luft fliegen und überschlagen.
 
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Seit Anfang der 1990er Jahre ist das Bleicherfest in dem heute gewohnten Festgelände, welches sich einmal um den Gaskessel und bis zum Ende der Widukindstraße erstreckt. Fester Bestandteil des Bleicherfestes war das „Bergische Dorf“ welches von der Kooperation Heckinghauser Vereine betreut wurde. Hier konnte sich der Besucher vom anstrengenden Flohmarkttreiben je nach Tageszeit mit Frühstück, Mittagessen oder Kaffe & Kuchen erholen und seine Lebensgeister zu neuem Leben erwecken. Auch die zahlreichen, nur von Heckinghauser Vereinen betriebenen Getränke- und Essensständen dienen nach wie vor für das leibliche Wohl der Besucher.
 
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Seit 2008 ist das Festgelände auch von dem durch die Jahre immer hässlicher gewordenen ehemaligen Haarhausgelände befreit. Ganz freundlich, gepflegt und hell steht dort nun der Baumarkt Bauhaus. Leider ist dadurch der Stammplatz für das „Bergische Dorf“ auch verschwunden.